Der Literaturkreis trifft sich am zweiten Dienstag im Monat im Lesecafé und bespricht jeweils einen Roman. Man(n)/frau muss den Roman nicht gelesen haben, es wäre aber natürlich für´s Gespräch förderlich. Der Eintritt ist frei, Spenden werden aber für den Förderverein gern angenommen.

 

14. Jan. 2014

Maria Barbai: Wie ein Stein im Geröll. Diana Verlag 184 S. 7,95 €

Ein Roman, der zeigt, was wirklich wichtig ist: lieben und geliebt werden. Conxa ist dreizehn als ihre Eltern, arme Bauern in den katalanischen Pyrenäen, sie zu einer kinderlosen Tante bringen. An Arbeit mangelt es hier nicht und die Tante hat für Gefühle keine Worte. Als sie einige Jahre später ihre große Liebe kennenlernt, erlebt Conxa ein bescheidenes Glück. Doch der hereinbrechende Bürgerkrieg macht auch vor dem abgelegenen Gebirgsdorf nicht Halt.

 

11.Febr. 2014

Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt

Hansa Verlag 280 S. ca 9,95 €

Mit kühler Ironie und beeindruckender Prägnanz erzählt Olga Grjasnowa in „der Russe ist einer, der Birken liebt", die Geschichte einer höchst eigenwilligen jungen Frau, die keine Grenzen kennt. Mascha ist Jüdin, Aserbeidschanerin, Russin, Deutsche. Ihre Welt ist eine, in der alle Kulturen und alle Traditionen zusammenkommen. Sie ist immer verliebt, immer auf dem Sprung, immer auf der Flucht. Sie könnte überall leben. Doch eine Heimat braucht sie nicht.

 

11. März 2014

Moshin Hamid: Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

Heyne verl. 190 S. 8,95 €

Lahore: In einem Café sitzen sich ein mitteilsamer Pakistani und ein zurückhaltender Amerikaner gegenüber. Als langsam die Nacht über die Stadt hereinbricht, enthüllt der Pakistani immer mehr Details seiner Lebensgeschichte, und allmählich ahnt man das Drama, das sich zwischen den beiden Männern anbahnt.

 

13. Mai 2014

Anne Gesthuysen: Wir sind doch Schwestern (Die Golden Girls vom Niederrhein)

Kiepenheuer & Witsch 416 S. ab 10. März als TB 9,99 €

Die drei Schwestern sind trinkfest, schicksalserprobt und äußerst patent. Insgesamt also Damen, die man sehr gern zur Oma oder Tante hätte. So gesehen ist Gesthuysens Roman ein großes Glück: Er macht den Leser zum Teil der Familie. Denn er ist im besten Familien-Geburtstags-Kaffeetafel-Plauderton geschrieben. Gute Unterhaltung, fast so gut, wie selbst auf eine Familienfeier zu gehen.

 

10. Juni 2014

Rachel de Queiroz: Die drei Marias

Wagenbach Verl. 176 S. 10.90 €

Maria Augusta, Maria Gloria und Maria José sind drei Klosterschülerinnen aus Fortaleza. Das hindert sie allerdings nicht daran, sich samstags Lockenwickler in die Haare zu legen, Rouge aufzutragen und in kurzen Röcken die Stadt unsicher zu machen. Und noch lange nach der Schulzeit sehen sich die drei Freundinnen regelmäßig wieder, auch wenn ihre Leben sehr unterschiedlich verlaufen - egal, ob sie heiraten, sich der Religion zuwenden, Schreibmaschinenkurse belegen oder aber für verheiratete Männer Model stehen.
Rachel de Queiroz hat mit „Die drei Marias" einen der besten und kurzweiligsten Frauenromane der brasilianischen Literatur geschrieben. Bereits 1939 erschienen, bereitete er den Grund für die emanzipatorischen Romane Ciaire Lispectors.

 

09.Sept.2014

Henning Mankell: Erinnerungen an einen schmutzigen Engel

Verlag Zsolnay 352 S. geb.16.99 € 09.Sept.2014

Schweden, Anfang 20. Jahrhundert: Die junge mittellose Hanna muss als älteste von fünf Geschwistern ihr Heimatland verlassen und kommt in die portugiesische Kolonie Mocambique. Sie wird dort ein Vermögen erben, ein Bordell leiten und einige Jahre später wieder spurlos verschwinden. Auf der Grundlage weniger überlieferter Dokumente hat Bestsellerautor Henning Mankell einen spannenden, farbenprächtigen Roman über eine außergewöhnliche Frau geschrieben, die ihren eigenen Weg zwischen den weißen Rassisten und der schwarzen Bevölkerung in Afrika finden muss.