Erinnerungsbuch

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Ich hoffe, dass ich dieses Gebäude nie wieder werde betreten müssen.
Denn die Tür, die mir einst Zugang zu einer schier unendlichen Welt voller aufregender Abenteuer und spannender Geschichten und Nachmittage voller erfüllter Lesestunden verhieß, führt heute zur örtlichen Arbeitsagentur. Meine Bücherei hat Platz gemacht für eine Institution, deren Räume die allerwenigsten Besucher mit demselben Glücksgefühl verlassen dürften wie ich so viele Jahre lang.

Ich bin seit 150 Jahren mit der Stadtbücherei Altena verbunden – zumindest gefühlt, denn ich lebte über die Hälfte meines Lebens im gleichen Gebäude.

Nach Altena umziehen – das wollte ich mit 11 Jahren nun wirklich nicht. Aber mit dem Umzug der Stadtbücherei in neue Räumlichkeiten ergab sich auch die Chance auf eine Wohnung in der Marktstraße 16 und das hielt meine Mutter (mich im Schlepptau) für eine gute Idee  :eek . In Kindheit und Jugend war ich nunmehr ständig in „meiner“ Bücherei , mal in der Comic- mal in der Hörspielabteilung zu finden. Ich denke, dass ich im Laufe von knapp 20 Jahren so ziemlich alles kurz und klein gehört habe, was die Bücherei zu bieten hatte.

Liebes Team der Stadtbücherei! Zu Ihrem Jubiläum gratuliere ich ganz herzlich. :roll Auf dem Weg vom alten Krankenhaus kam ich als Kind an der alten Stadtbücherei vorbei. Meine Mutter meldete mich mit 7 oder 8 Jahren dort an und fortan war meine Liebe zu Büchern entstanden.

Die Liebe zur Stadtbücherei entdeckte ich für mich relativ spät. Erst bei der Suche nach einem passenden Praktikumsplatz in der 9. Klasse verschlug es mich dorthin, obwohl ich schon immer gerne gelesen hatte.
Nach dem ersten Schritt in dieses Gebäude war meine Liebe allerdings geweckt worden. Viele tolle Bücher, die Atmosphäre und das wahnsinnig schöne Gemäuer... Perfekt für viele spannende Leseerfahrungen!

Als ich kürzlich von dem virtuellen Erinnerungsbuch der Stadtbücherei Altena Kenntnis erhielt, habe ich eine alte Kladde aus meinem Schreibtisch gezogen, die auf dem Deckel mit ´read books´ (gelesene Bücher) beschriftet ist. Obwohl der letzte Eintrag vom Jahr 1971 datiert ist und das Heft danach ein Schattendasein unter vielen anderen Papieren fristete, ergab das Durchsehen der frühen Einträge manches Erstaunliche.

Die Stadtbücherei Altena hat mein Leben maßgeblich geprägt, das kann ich wohl mit Fug und Recht behaupten.
Ich erinnere mich an viele verregnete, aber herrlich gemütliche, Nachmittage, die ich als Grundschulkind in der Stadtteilbibliothek am Knerling verbracht habe. Sie war im Dachgeschoss untergebracht, ein warmer, heimeliger Ort.

Richtig Spaß an unserer (alten) Stadtbücherei bekam ich eigentlich erst durch die Umstellung auf die Freihandbücherei, das muß so Anfang der 60iger-Jahre gewesen sein.
Das war für mich als Jugendlichen ein Meilenstein.
Endlich durfte man stundenlang in den Bücherregalen stöbern und nach Herzenslust schmökern. Kaum zu fassen! Wem der Sinn danach stand, dem war es sogar möglich, sich in die Roman-Abteilung für „Erwachsene" zu schleichen...Ha,ha,ha!