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Max Selig wurde 1927 in Breslau geboren und ist in Freiburg/Schlesien aufgewachsen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er als Soldat der Wehrmacht einberufen und geriet nach dem Krieg in Gefangenschaft. Max Selig besuchte eine Schauspielschule und ging anschließend mit einer Theatergruppe auf Tournee durch Deutschland.
In der Stadtbücherei
Altena zu Gast am mit einer Lesung aus seinem Buch:
Zweiter
Band seiner Dunkelstunden-Geschichten
einer
Jugend
in
Schlesien. Die
Schelmengeschichten gehen weiter. Und wo Max Selig in Band eins aufgehört hat,
knüpft er hier nahtlos an. Wieder
entführt er den Leser in die fast vergessene Zeit der dreißiger und vierziger
Jahre des letzten Jahrhunderts. Drehte
sich im ersten Buch noch alles eher um mehr oder weniger unbeschwerte
Kindheitserlebnisse, so machen sich im neuen Buch die Schatten der dunklen Zeit
nun stärker bemerkbar. Dies ist nicht zuletzt auf das nach wie vor hellwache
Bewusstsein seines Protagonisten zurückzuführen.
Der junge Max wächst heran, macht die ersten Erfahrungen mit den
geschlechtsspezifischen Unterschieden zwischen Mädchen und Jungen, erlebt das
plötzliche Verschwinden von Menschen, das er sich nicht erklären kann, und
verliert Stück für Stück und auf vielfältige Weise seine kindliche Unschuld.
Das er gleichzeitig, wie dem Grauen zum Trotz, immer wieder eine quirlige
Anekdote aus dem Ärmel schüttelt, zeugt von seiner unbändigen Lebenskraft. Wandelnde "Überzieher", fliegende Hilfsschulen, der Beginn des Krieges, Rosen, die über Nacht arisch werden und vieles andere mehr - all das verwandelt Max Selig in seiner unnachahmlichen Art zu einem kaleidoskopartigen Mosaik, das sowohl die hellen als auch die dunklen Seiten der damaligen Zeit sichtbar werden lässt und das dem ersten Band seiner Dunkelstunden-Geschichten in keinster Weise nachsteht. Nährere Informationen auf der Homepage des Autors. Kostenbeitrag 3 Euro / 2
Euro
In der Stadtbücherei
Altena zu Gast am mit einer Lesung aus seinem Buch:
Nährere Informationen auf der Homepage des Autors. Eintritt 3 Euro / 2
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Max Seligs Dunkelstunden Geschichten " Es begann mit der alten, verstaubten Reiseschreibmaschine, die ich aus einem Regal im Keller ans Tageslicht zurückholte," beginnt Max Selig sein autobiographisches Werk Dunkelstunden Geschichten (èdtions trèves). Wie die Erinnerungen an die eigene Jugend im Schlesien der dreißiger Jahre, wird die Maschine zunächst nur "oberflächlich entstaubt, nachlässig gereinigt und sparsam geölt." Kein Wunder, daß sich die (Erinnerungs-) "Maschine aufgrund der lieblosen Behandlung meinen Schreibversuchen widersetzt und sich so für die Bewältigung der Aufgabe als untauglich" erwies. Erst, als der Sohn mit seiner Neugier auf Vergangenes nicht locker läßt und gar ein Laptop ins Spiel bringt, münden Max Seligs Gedanken in einem nie gekannten Schreibfluß, der erfreuliche, traurige und einprägsame Kindheitserlebnisse wieder auferleben läßt.Mit dem nötigen Knowhow, scheinbar alltägliche Erlebnisse in spannende Geschichten zu verwandeln, wurde Selig bereits in seiner Kindheit vertraut gemacht. "Im Herbst, wenn die Tage kürzer und die Abende kühler wurden, hockten wir zu Hause vor dem Ofen. Die Ofentür stand offen und brenndende Holtzscheite oder glühende Kohlen verbreiteten ein schwaches, rötliches Licht, während die Stube in geheimnisvolles Dunkel gehüllt bleib. Da hielten wir Dunkelstunde, und es wurden Geschichten erzählt." In dieser Zeit nahm der kleine Max noch die Rolle des Zuhörers ein, der gespannt den Erzählungen seines Vaters lauschte. Seine ersten eigenen ,Dunkelstunden Geschichten’ erzählte Selig während eines Aufenthalts in einem Ferienlager – mit dem Erfolg, dass er von seinen Zimmergenossen dazu auserkoren wurde, von nun an jeden Abend eine Geschichte zum Besten zu geben. Früher wie heute handeln diese von einer Kindheit, in der nicht nur die kindliche Neugier auf die Welt der Erwachsenen eine Rolle spielt, sondern auch die Auswirkungen des aufkommenden Nazi-Regimes. Durch seine Geschichten arbeitet der Autor seine Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus auf, der zuerst unterschwellig, später jedoch intensiv in seinen Alltag eingreift. Plötzlich grüßen Onkel und Tante auf Großmutter Geburtstag mit "Heil Hitler", in der Schule fehlen unerklärlicherweise einige Lehrer und der Vater tritt der ,Nationalsozialistischen Deutschen Wohlfahrt’ bei. "Mit dem Ausbau der Kaiser-Wilhelm-Straße und ihrer Umbenennung in Straße der SA" enden nicht nur Max Seligs "Dunkelstunden-Geschichten", sondern auch seine Jugend in Schlesien: "Ich wusste es. Die Abenteuer auf dem Dach, mit dem Gefühl grenzenloser Freiheit, würde es nie mehr geben." Für Max Selig ist es nicht immer einfach, sich an all das zu erinnern. Doch das Schreiben hilft ihm, die weniger glücklichen Zeiten – wie die Kriegsgefangenschaft – in seinem Leben zu verarbeiten. Und Geschichten, die man sich vor dem Einschlafen erzählt, kann es zumindest nach der Meinung von Max Selig, nie genug geben. Deshalb arbeitet er bereits an seinem nächsten Buch, das im Frühjahr unter dem Titel Dunkelstunden Geschichten. Als die Rosen arisch wurden erscheinen soll. In den Erzählungen thematisiert Selig diesmal seine Jugend im Schlesien und seine Erlebnisse vor und während des Zweiten Weltkrieg. |