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LEBENSLAUF UND BIBLIOGRAFIE

ALLES WAS SIE ÜBER ZÉ DO ROCK NICH WUSSTEN ABER SELTEN DIE LUST HATTEN, ZU ERFAREN

VOR DER GEBURT

Der vater meines großvaters väterlicherseits kam als pastor aus Litauen nach Brasilien. Die mutter meines vaters war enkelin deutscher imigranten. Die großeltern meiner mutter kamen aus Russland. Meine großeltern waren allesamt bauern, mein vater war buchhalter und meine mutter hausfrau. Mein ururgroßvater is in Russland erstochen worden, mein großvater is an einer leberzirose gestorben, ein onkel an eim schuss wärend der jagd, ein andrer onkel als kind beim spilen mit dem revolver und meine mutter in eim überfall. Obwol die kriminalität in Brasilien höer is als in Deutschland, is so eine familiengeschichte auch in Brasilien nich normal.

0-5 jare - KIND JUNG

Da hab ich zuerst das sen, riechen, essen, gen und das sprechen gelernt, allerdings nie so richtig.

5- 10 jare - KIND ALT

Da bin ich in die schule gegangen. Ich war nie klassenerster, aber meistens im oberen drittel, one größere anstrengungen. Ausserdem lernte ich klavir 4 jare lang. Natürlich längst vergessen. 

10 - 20 jare - JUNG JUNG

Ich hab weiterhin die schule besucht und das abitur gemacht. Ausserdem war ich ein schlimmer raudi, ging auf kleine raubzüge und verursachte manchen unfall. Ich trank ein litter 50%igen schnaps in 10 minuten ex und konnte noch einigermaßen normal gen. Drogen hab ich auch genommen, allerdings nich inhalirt. Ich war ein par mal kurz verhaftet, und manchmal war ich freiwillig in gefängnissen weil ich unterwegs war und kein geld fürs hotel hatte. Am ende diser fase arbeitete ich in verschidenen bürotätigkeiten, wie personalabteilung, reisebüro, einkauf, und als enzyklopädinverkäufer. Ich machte verschidene kurse: schauspil, körperausdruck, tanz, deutsch, russisch, flöte, cello. Mit 17 zog ich los, um sicher zu sein, das die welt wirklich rund is, aber in Ecuador wurde ich ausgeraubt und verlor mein pass, so das ich zurück nach Brasilien musste. Am Amazonas war ich für 2 monate im knast, weil das brasilianische militär mich der spionage und des terorismus verdächtigte.

20 - 30 iare - JUNG ALT

Ich beging ein feler und heiratete. Dann arbeitete ich noch eine zeit lang als übasetzer und fur mit meiner frau in die weite welt hinein. Natürlich trämpten wir nur. Mit autos, LKW's, oxenkarren, farrädern, zügen und sogar mit flugzeugen sind wir geträmpt. Südamerica, Nordamerica, in Europa hatte meine frau irgendwann die schnauze voll vom reisen, so das ich nach Afrika alein fur. In Afrika ging ich manchmal wegen mangelndem verkeer hunderte von kilometern zu fuß. Dann krigte ich ein brif von meiner frau, der besagte, das sie sich frisch in ein östreicher verliebt hatte, so das ich mich gezwungen sa, schnell zurück zu fligen, auch wenn ich kein geld für den flug hatte. Natürlich war in Deutshland nix mer zu retten. Wir wonten aber immerhin noch 2 monate zusammen, ich und der östreicher. Bis zu disem zeitpunkt hatt ich einige jobbs hinta mir: maschinenwäscher, flißbandarbeiter, lkw-farer, möbelpacker, fernseturmmontagechef in Afrika, bürokraft, schnapsfarer, kurirfarer, djigolo, reisefürer, küchenhilfe, im film statist und kabelarsch.

30 - 40 iare - GROSS IUNG

Ich sezte meine Afrika-reise fort und fur dann nach Asien, Australien, Südsee, wider nach Asien, Europa, Nordamerica und endlich Südamerica. Ich hatte insgesamt 35 verschidene jobbs, plus 111 länder, 200.000 geträmpte kilometer, die reise dauerte 13 jare (vileicht sollt ich den leser hir daran erinnern, das mein vater buchhalter war) und bescherte mir vile probleme mit räubern, polizei und fraun.

Ich war ein halbes jar in Brasilien, als mich eine frauenangelegenheit "zwang", wider nach Deutschland zu faren. Da hab ich das buch "fom winde ferfeelt" beim taxifaren geschriben. Es is meine geschichte, etwas ausfürlicher als auf disem blatt, in progressivem ultradoitsh erzält, das heißt, es fängt im ganz normalen deutschen an, jedes kapittel hat eine rechtschreibänderung bis am ende wir vor eim fonetishen deutsh sten. Ultradoitsh is ein proiekt, di deutshe sprache in 18 iaren mit 2 leichten, konsekwente enderungen pro iar zu reformiren, bis am ende ultradoitsh aus der ashe staigt.

Über das buch gabs 32 fernse-,  38 rundfunk und 106 meist begaisterte zeitungbeiträge, was normalerweise nur den großen bestsellern vorbehaltet is. Trotzdem wurde das buch kein großer bestseller, vermutlich wegen der großen finanz- und vertribsprobleme, die mein kleiner verlag (Edition Diá, Berlin, 1995) damals hatte und der großen schwirigkeiten, das buch zu bestellen (schwer zu bustabiren). Später kaufte der Gustav Kiepenheuer Verlag Leipzig die rechte, aber da war der medienrummel schon vorbei. Der Piper Verlag München hat die taschebuchrechte. Es sind insgesamt 25.000 exemplare verkauft worden, und es verkaufen sich immer noch ein par hundert im monat, so das man von eim kleinen bestseller oder eim kultbuch sprechen kann. 

40 - 50 jare - GROSS ALT

Mein zweites buch, UFO IN DER küche, erschin 1998 beim Kiepenheuer Verlag, Leipzig. Es is ein autobiografischer seiens-fikschen, das meiste passiert im jar 2019 (das war ein zimlich hartes jar für mich). Es is auf wunschdeutsch geschriben: ich hab in meinen performänsses 9.500 zuschauer über einzelne änderungen abstimmen lassen und daraus eine basis-demokratische rechtschreibung kreiert. So schreib ich auch im normalfall, da sich die wörterbücher heutzutage nich mer einigen können. Das buch war kein so großer erfolg wie das erste aber auch kein misserfolg, und genauso wie beim ersten werden 2 jaren nach dem erscheinen immer noch ein par hundert stück monatlich verkauft. Das taschenbuch is im juni 2000 beim Piper Verlag erschinen.

Grade is mein neues buch im Kunstmann Verlag erschinen, DEUTSCH GUTT SONST GELD ZURUCK (Der gnadenschuss für sprachunbegabte). Es is eine sammlung warer und fiktiver geschichten, als ler- und textbuch aufgebaut, geschriben in Siegfriedisch und kauderdeutsch. Siegfriedisch ist ein rrreingermanisches Deutsch, da werden Fremdwörter wie Tisch (lat. discus) und Zwiebel (lat. cipolla) sofort abgeschoben und durch Wörter wie ‚Essbrett’ und ‚Heulgemüse’ ersetzt. Die andre sprache is kauderdeutsh, und wie der name shon sagt, is es a sort internationaliset deutsh. Special english is super stark representet.

Ausserdem hab ich einige texte für antologien geschriben:

1. Brasilianischer piranha-grill – Heinz Ludwig Arnold (Hg), Das literarische Bankett, 1996, Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig.

2. Brasilianische hamburger – Heinz Ludwig Arnold (Hg) Das literarische Bankett, 1996, Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig.

3. Mein kampf – Thomas Thebbe (Hg), Wenn Kopf und Buch zusammenstoßen, 1997, Piper Verlag, München.

4. Kreditkarte - Wolfgang Schneider (Hg), 100 Wörter des Jahrhunderts, 1999, Suhrkamp Verlag, Frankfurt.

5. Schandinavien und Froncreisch - Lesen macht lustig, 1999, Piper Verlag, München.

6. Ein himmlisches interviu - Helmut Lotz (Hg), Schluß mit dem Jahrtausend!, 1999, dtv, München.

7. Di balkanisirung des helden - Ilija Trojanow (Hg), Döner in Walhalla, 2000, Kiepenheuer & Witsch, Köln.

Und zalreiche zeitungsartikel:

1.       aid (ausländer in deutschland) - mon. - 06.00 - saarbrücken - lateinamerikis sind luxusauslandis

2.     argument - 06.96 - mon. - berlin - deutsch in 500 jaren

3.     münchner abendzeitung (AZ) - täglich - 22.08.96 - münchen - konsekwentes           ultradoitsh: ietz geet di reform loos - s. 15

4.     münchner abendzeitung (AZ) - täglich - 11.07.98 - münchen - a grande final one hexenschuss - s. 5

5.     bayerischer rundfunk - 03.00 - münchen - diktat is für diktaturen

6.     die buchwoche - einmalig - 03.97 - münchen - finnland, schandinavien, schweden

7.     edit - 9.95 - leipzig - one tittel - s. 56

8.     el colibri - 9/96 - münchen

9.     frankfurter allgemeine zeitung (FAZ) - tägl. - 27.07.99 - frankfurt - telekom, kommt aber nich - s. 47

10.  gong TV - wöchentlich - 28.02.98 - münchen - ein viereck, in dem es rund geht - s. 109

11.   ila - monatl. - 06.95 - bonn - die sprache brasiliens

12.  info-brasil - alle 3 monate - 1995, 1996, 1997 - münchen/darmstadt - vile artikel

13.  ndl - 3/96 - berlin - rund um di welt in 11 seiten

14.  stadtblatt - mon. - 6.00 - bielefeld - rächtschraiprevorm

15.  stadtrevue - wöch. - 06.00 - köln - die reinheit der deutschen sprache

16.  süddeutsche zeitung - tägl. - 31.12.95 - münchen - die verhaftung von marcel - s. 18

17.  süddeutsche zeitung - tägl. - 31.12.95 - münchen - muss schreiben - s. 18

18.  süddeutsche zeitung - tägl. - 19.02.97 - münchen - spilplaz für gelerte - beilage s. 18

19.  süddeutsche zeitung - tägl. - 20.03.99 - münchen - wenn blut deutsch, dann auch doppelpass OK - kulturmarkt s. 7

20.süddeutsche zeitung - tägl. - 30.10.99 - münchen - kreditkarte - s. 18

21.  süddeutsche zeitung - tägl. - 05.00 - münchen - i'm napoelien

22.süddetusche zeitung - tägl. - 07-00 - münchen - plakative poesie

23.süddeutsche zeitung - tägl. - 08.00 - münchen - shäkspir und kaos

24.süddeutsche zeitung - tägl. - 09.00 - münchen - glücklich

25.tageszeitung (TAZ) - tägl. - 27.12.99 - berlin - querspalte: afro 2000 - s. 5

26.tageszeitung (TAZ) - tägl. - 29.12.99 - berlin - querspalte: afro 2000 - s. 5

27.tageszeitung (TAZ) - tägl. - 31.12.99 - berlin - querspalte: afro 2000 - s. 5

28.tageszeitung (TAZ) - tägl. - 02.00 - berlin - querspalte: afro 2000 - s.5

29.tageszeitung (TAZ) - tägl. - 02.00 - berlin - querspalte: afro 2000 - s.5

30.täglich alles - tägl. - alle tage im januar 1997 - wien - ultradoitsh-kolumne

31.  münchner tageszeitung (TZ) - tägl. - 16.01.97 - münchen - hengengebliben

32.weltwoche - tägl. - 12.97 - zürich - supahirne im einkaufszentrum

33.die woche - wöch. - 08.00 - hamburg - du musst nur a bissi warten

34.die zeit - wöchentl. - 24.10.96 - hamburg - kaos forher, kaos danach - s. 81

35.die zeit - wöchentl. - 26.08.99 - hamburg - götä find ich gut - feuilleton s. 34

36.die zeit - wöchentl. - 05.12.99 - hamburg - isch se schwarz - feuilleton s. 2

37.die zeit - wöchentl. - 05.00 - hamburg - grong pri dö la schonsong

 

Zudem hab ich den Münchner Förderpreis 1996 bekommen. Und ich hatte über 220 performänsses, unter andrem im Münchner Residenzteater, Prinzregententeater, Leipziger Oper und Leipziger Schauspilhaus.

Ja und wie get es mit den altersstufen weiter? 

50-60 jare - ALT JUNG

60 - 80 jare - ALT ALT

80 - 90 jare - GREIS JUNG

90 - 100 jare - GREIS ALT

Über 100 - JÜNGER, ERNST

Ich glaub nich das ich bei disem rytmus das alles noch schaff.

Zé do Rock