2001

WRlogo 23.03.2001

Bravissiomo, Maestro Legnani!

Konzert war hinreißend

Legnani_WR

Altena. (a-g) Fasziniert und hingerissen waren die Zuhörer im voll besetzten Saal der Stadtbücherei beim Solo-Auftritt tritt des Gitarristen Roberto Legnani. Sie erlebten eine Sternstunde der Kammermusik die ihnen noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Während der erste Teil der (meist italienischen) Klassik mit Variazioni über ein Thema von Mozart von Fernando Sor, einer Romanza und Tema con variazioni des des auch Gitarren-Virtuosen Niccolo Paganini und "Le Rossiniane" von Marco Giuliani gezeichnet war, erklangen nach der Pause spanische und lateinamerikanische Werke u.a. von Francisco Tarrega, Isaac Albéniz und Enrique Granados.
Roberto Legnani wurde allen Werken auf das Allerbeste gerecht. Bei ihm kommen technisch diffizile Passagen, als wäre ihre Beherrschung das Selbstverständlichste und Spielerischte der Welt.
Durch die Nutzung der unterschiedlichen Klangfarben der Gitarren werden musikalische Strukturen nachvollziehbar, werden im selben Augenblick Begleitung und Thema voneinander getrennt. Vollkommen die dynamischen Schattierungen vom zartesten Pianissimo bis zum energischen Forte. Und bei alle dem lebt der Ton, gewinnt jeder Klang seine eigene Farbe.
Bravissimo, Maestro Legnani! Zwei Zugaben gab der Meister.
WR-Bild: Wäsche

 

AKlogo 22.03.2001

Bewegende Musik auf einem meisterhaften Instrument

Der Klang von Roberto Legnanis "La Portentósa" verzauberte das Publikum in der Stadtbücherei. Genuss pur für Gitarrenliebhaber. 

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 Der Gitarrist Roberto Legnani kredenzte auf "La Portentósa" Delikatessen aus der klassischen Gitarrenliteratur. 

Altena. Seine Gitarre trägt den klangvollen Namen "La Portentósa" und ist das Ergebnis 30-jähriger Gitarrenforschungsarbeit der Meisterwerkstätte für feine Zupfinstrumente Dieter Hopf im Taunus. Ganz begeistert zeigte sich Roberto Legnani von seinem Instrument. "Es ist ein veritables Meisterstück," erklärte der Künstler in einer Konzertpause, die er mit einer Zigarette verbrachte. Der Künstler war ganz in schwarz gekleidet, trug auch ein schwarzes Käppi. Ein ruhiger und gelassener Mensch. Ruhe und Gelassenheit, die er auch bei seiner künstlerischen Darbietung präsentierte: fließende und ruhige Bewegungen sahen die Zuschauer. Der Künstler spielte mit geschlossenen Augen und die Musik passte dazu - fast streichelte er schon bei der Aufführung die Gitarre.

Die klassische Gitarrenmusik, die Roberto Legnani diesem wundervoll klingenden Instrument entlockt, ist beeindruckend. Gerade die klassische Gitarre zeigt, welche Vielfalt in diesem Instrument steckt. Der virtuose Solist, der ganze Konzerthallen füllt und das Publikum in seinen Bann zieht, gab am Dienstag in der Stadtbücherei Altena ein Konzert. Rund 50 Besucher genossen sichtlich das etwa 90-minütige Programm: Die Zuhörer gaben sich ganz seiner Musik hin, viele schlossen genüsslich die Augen. Andere fixierten den Musiker und beobachteten seine filigrane Fingertechnik auf der "La Portentósa". Das zweite Stück, das Legnani spielte, heißt "Romanza". Es wurde von Niccoló Paganini bereits im Jahre 1837 für seinen Urgroßvater Luigi Legnani komponiert. Stücke von weiteren berühmten Komponisten wie Francisco Tárrega (Caprichio arabe), Fernando Sor (Variazioni, op. 9) und Enrique Granados (Danza espanola) begeisterten ebenfalls die Besucher.
Mit großem Applaus feierte das Pzblikum den faszinierenden Künstler und entließ ihn erst nach zweimaliger Zugabe. Organisiert wurde das Event von Antonius Gusik, Leiter der Stadtbücherei Altena, und dem Tourneebüro Ulla Cunningham aus Freiburg. loe

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