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Infos von Susanne Krones Mit
8 Jahren (also nur ein ganz klein wenig jünger als die kleine Hexe, die ja auch
erst 127 Jahre alt ist) beschloss Otfried, entweder Maler oder Schriftsteller zu
werden, vielleicht aber auch Lehrer. Geboren am 20. Oktober 1923 spielte er bei
schönen Wetter mit den Nachbarskindern am liebsten Indianer. Regnete es in Strömen,
machten es sich die Kinder auf dem großen Dachboden von Otfrieds Eltern gemütlich,
führten ein Kasperletheater auf oder spielten Zirkus. Schon mit 12 Jahren
schrieb er eigene kleine Gedichte und Geschichten und malte selbst die Bilder
dazu. Als
Erwachsener studierte Otfried Preußler nach dem Krieg und arbeitete als
Volksschullehrer. Wenn seine Schüler im Unterricht unruhig wurden und nicht
mehr aufpassten, erzählte er ihnen selbstausgedachte Geschichten. Abends setzte
er sich zu Hause hin und schrieb die Geschichten auf. Vielleicht lag es daran,
dass Otfried in dem Dorf Haidholzen ausgerechnet im Rübezahlweg wohnt, dass ihm
immer neue Geschichten einfielen, denn immerhin soll sich der Räuber
Hotzenplotz von Zeit zu Zeit dort einnisten. Oder es lag daran, dass er neben
seiner Schulklasse noch drei eigene Töchter hat, die ebenfalls gern neue
Geschichten hörten, jedenfalls fielen Otfried so viele neue Geschichten ein,
dass er kaum Zeit hatte, sie aufzuschreiben. Darum
hörte er 1970 auf, als Lehrer zu arbeiten, blieb zu Hause an seinem
Schreibtisch und schrieb Bücher. So wurde aus dem Geschichtenerzähler der
Schriftsteller Otfried Preußler. Für
Kinder, die nicht so gern lasen oder noch nicht lesen können, schrieb er seine
Geschichten so um, dass man sie auf Schallplatten, Kassetten und CDs hören
kann, z.B. „Der Räuber Hotzenplotz“ und „Hörbe mit dem großen Hut“.
Manche Geschichten werden auch im Theater nachgespielt. Für
kleinere Kinder dachte sich Otfried den Text für Bilderbücher aus, z. B. „Pumphutt
und die Bettelkinder“ oder „Die dumme Augustine“ und für ältere Kinder
und Erwachsene Schrieb er das Buch „Krabat“, eine Art Märchen aus dem
sorbischen Sagenkreis. Anderen Sagen und Märchen gab er neuen Glanz in den Büchern:
„Mein Rübezahlbuch“ und „Bei uns in Schilda“. Otfried
Preußlers Lieblingsbeschäftigungen sind Lesen, Schwimmen und Pilze sammeln. Er
hilft auch gern ein bisschen bei der Gartenarbeit. Fragt
man ihn, warum er Kinderbücher schreibt, so antwortet er: „Weil es mir Spaß
macht!“ Mehr
über Otfried Preußler findet ihr unter:
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